Der Bergbau im Ruhrgebiet ist Geschichte. Die letzte Duisburger Zeche, das Bergwerk Walsum, ist längst geschlossen. Die letzte Steinkohle der Zeche Prosper Haniel wurde Ende 2018 gefördert. Die schwere und gefährliche Arbeit der Bergleute hat zu einer besonderen Kameradschaft beigetragen, in der nicht zählte, wer woher kam.Es zählte der Zusammenhalt.

Diese Kultur des Miteinanders hat das Ruhrgebiet und damit auch unseren Ortsteil Vierlinden geprägt. Viele Großeltern unserer Schulkinder hatten mit dem Bergbau zu tun, mancher Großvater hat auf der Zeche Walsum gearbeitet. Viele italienische und türkische Arbeitskräfte kamen Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre als Gastarbeiter, blieben und gründeten Familien.

Der Knappenverein des Bergwerkes Walsum hat auf der Teutonenstraße ein kleines Bergbaumuseum zur Erinnerung an die schwere Arbeit unter Tage geschaffen. Die Kulturforscherkinder der 3. und 4.Schuljahre wurden von ehemaligen Bergleute gastfreundlich mit einem Glück auf empfangen. Die Bergleute nahmen sich viel Zeit, den Kindern ihren Arbeitsalltag unter Tage zu schildern, Werkzeug, Kleidungsstücke und Modelle zu erklären.

Die Kinder hatten viele Fragen: Gab es genügend Luft tief unter der Erde? Was haben die Bergelute gemacht, wenn sie mal zur Toilette mussten? Warum wurde das Bergwerk geschlossen?

Nach erlebnisreichen 90 Minuten freuten sich die Kinder über die Kohlestückchen aus dem letzten deutschen Bergwerk. Eine schöne Erinnerung!