Eigentlich waren Termine für unsere beiden Kulturforscherkinder schon gebucht. DIe Coronapandemie und die neue Coronaschutzverordnung machten uns einen Strich durch die Rechnung. An zwei Tagen in der ersten Novemberwoche wollten wir mit den beiden Gruppen das Dokumentarfilmfestival doxs im Duisburger Filmforum besuchen.

Das Projekt doxs! kino ist das bundesweit älteste Festival für Kinder- und Jugenddokumentarfilme. Es findet seit 2002 im Rahmen der Duisburger Filmwoche statt. ältesteür Kinder- und Jugenddokumentarfilm. Es findet seit 2002 jährlich im Rahmen der Duisburger Filmwoche statt und wird von der Stadt Duisburg getragen.

Ganz ausfallen musste das Angebot für die Kulturforscherkinder nicht. Über das Internet konnte eine kleine Gruppe von 13 Kulturforscherkindern mit Abstand in der Aula der Schule den Dokumentarfilm "Jakob und die Coronaferien" sehen. Anschließend wurde der Filmemacher aus Frankfurt per Videokonferenz zugeschaltet. Die Kinder hatten eine halbe Sunde lang Gelegenheit, Fragen zum Film zu stellen.

Sie erlebten bei der Gelgenheit auch live mit, wie eine Videokonferenz über das Laptop und das Tablet des Schulleiters organisiert wird. Im Film ging es um Corona und wie der Sohn des Filmemachers Bernd Sahling diese Tage im April 2020 erlebt hat. 

Jacob hat frei und endlich Zeit für seinen Tyrannosaurus. „Corona-Ferien“ heißt für den Siebenjährigen: Mehr spielen, besseres Essen, längere Lernpausen. Angst macht das Virus ihm nur dann, wenn er an seine Oma denkt. Den Schulstoff lernt Jacob jetzt zuhause, anders als bei einigen Kindern in seiner Klasse, die von ihren Eltern keine Unterstützung erhalten können. „Gab‘s eigentlich auch Krach in den Corona-Ferien?“ – „Nö.“ – „Du lügst!“

Am 7.11.2019 besuchten unsere 40 Kulturforscherkinder das Filmforum Duisburg. Im Rahmen der Dokumentarfilmwoche für Kinder (doxs) sahen die Kinder zwei sehr unterschiedliche Dokumentarfilme über zwei Kinder, die in ganz anderen Lebenswelten aufwachsen. Im ersten Dokumentarfilm ging es um ein kleines 6jähriges chinesisches Mädchen, das den Sommer bei den Großeltern auf dem Land erzählt. In dem ruhig´erzählten Film passierte nichts Außergewöhnliches, sahen die Kinder wie die Großeltern mit der Enkelin umgingen. Es drehte sich viel ums Essen, um den Anbau der Pflanzen für das Essen, um das Malen und  Erledigen von Hausaufgaben.

Es war also nichts Besonderes - wenn man davon absieht, dass chinesich gesprochen wurde und die englischen Untertitel per Mikrofon simultan ins Deutsche übersetzt wurden. Und genau das machte den Dokumentarfilm für die Kinder interessant. Es gab in dem Gespräch nach dem Film mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Filmforums eine Menge Fragen zum Mädchen und seinen Großeltern, vor allem weil Vieles im Film nur angedeutet wurde und der Phantasie des Zuschauers überlassen wurde, warum sich die Menschen so verhalten. Und es gab viele Berührungspunkte, weil viele Kinder von eigenen Besuchen bei den Großeltern erzählten. Besuche in Deutschland oder in den Dörfern der Türkei, in Syrien, im Irak oder in Bosnien.

Noch mehr interessierte die Kinder der zweite Dokumentarfilm, der sich um einen behinderten 10jährigen Jungen drehe, der davon träumte einmal ein Clown im Zirkus zu sein. Der Junge hatte das Down-Syndrom und man sah, wie er mit seinen Eltern spielte, in der Schule lernte, Quatsch mit seinen Freunden machte und vor allem wie er in Zirkusvorstellungen die Clowns anhimmelte. Also ein fröhlicher Junge. Die Kinder erzählten selber von Tanten, Cousins oder Bekannten, die auch ein Down-Syndrom haben. Sie freuten sich mit dem Kind, dass am Ende sein Traum in Erfüllung ging und er im Zirkus Roncalli mit anderen Clowns auftreten durfte.

Am 5.11.2018 besuchten unsere Kulturforscherkinder das Dokumentarfestival doxs im Filmforum Duisburg.

Es war kein gewöhnlicher Kinobesuch. Das Filmforum ist noch ein altes Filmtheatertheater, die beiden 15 minütigen gezeigten Dokumentarfilme wurden in der Originalsprache gezeigt (georgisch und mongolisch) und die deutsche Übersetzung wurde per Mikrophon live gesprochen.

Aber gerade das Ungewöhnliche reizte die Kinder, die sehr aufmerksam die Träume eines georgischen Jungen und eines mongolischen Mädchens nachempfanden.

Bandura aus Georgien möchte gerne Astronaut werden und zum Mond fliegen. Er träumt davon genug Geld zu verdienen um in Amerika eine Astronautenausbildung zu machen. Dafür hütet er Schafe, hilft in der Käserei und pflanzt Kartoffel. EIne riesige Rakete aus Pappkartons hat er schon gebaut.

Zozoooi aus der Mongolei möchte einmal Lehrerin werden. Um ihre Schule zu besuchen muss sie 120 Kilometer mit dem Jeep durch die Berge und durch Flüsse fahren. Der Weg dauert manchmal mehr als ein Tag und wenn das Mädchen die Schuel besucht, dann ist sie monatelang nicht bei ihrer Familie, die weit weg als Nomaden in der Mongolei wohnen.

Der Film über Zozooloi gehört zu der Dokumentarfilmreihe 199 kleine Helden, die von der Filmemacherin Sigird Klausmann- Sittler und ihrem Mann dem Schauspieler Walter Sittler gedreht wurde. Kinder aus aller Welt schildern darin, wie ihr Schulweg und ihr Schulalltag aussieht.

Nach dem Film hatten die Kinder Gelegenheit Fragen an die Filmemacherin zu stellen. Die Kinder hatten aufmerksam zugehört und erkundigten sich sehr genau nach den beiden gezeigten Kindern und machten viele Vorschläge, welche Länder unbedingt noch zu den 199 kleinen Helden dazukommen sollten.

Hier ein Link zu der Dokumentarreihe 199 kleine Helden. Man kann direkt auf der Homepage des Projektes Filmausschnitte ansehen:

www.199kleinehelden.org

"Ein Film ist ja eine optische Täuschung!"

 

Am 07.05.2010 besuchten die kleinen Kultourforscher das Filmforum am Duisburger Dellplatz. Es ist das älteste deutsche Programmkino und das Gebäude ist mit über 100 Jahren noch älter als das Duisburger Rathaus.

 
Die Kinder stellten erstaunt fest, dass Kino ja eigentlich im Kopf entsteht. Filme sind ja nur ganz, ganz viele Fotos schnell hintereinander gezeigt.

Bei unserer fünften Kulturtour im Filmforum in Duisburg bekamen die Kinder zur Erinnerung einen Filmstreifen eines Kinderfilmes. 24 Bilder auf einem Filmstreifen und das ist nur eine Sekunde Ice age 2.

Im Filmforum durften die Kinder in kleinen Gruppen in den Vorführraum und dem Filmvorführer über die Schulter gucken. Vom Vorführraum wird das Licht, der Vorhang, der Ton gemacht und natürlich der Film abgespult. Eine große alte Vorführmaschine steht noch im Zuschauerraum.

Der Zuschauerraum sah fast genauso aus wie das richtige Theater der Stadt Duisburg: mit rotem Teppichboden und schönen, roten Vorhängen und alten Lampen an den Seiten.

Natürlich gab es auch einen Kinderfilm, einen Zeichentrickfilm zu sehen: Der kleine Maulwurf träumt.